Di. Aug 20th, 2019

Betta splendens

Der Siamesische Kampffisch (B.splendens) ist ein in Thailand und Kambodscha beheimateter Labyrinthfisch.
Ich beziehe mich in diesem Text ausschließlich  auf Hochzuchtbetta, die sich in Farbe, Flossenform und auch Verhalten von
den Wildbetta unterscheiden.
B. splendens werden ca. 5 bis 7 cm groß und erreichen ein  Alter von ca. 4 Jahren.

Der Siamesische Kampffisch gehört zu den Labyrinthfischen, die nicht ausschließlich auf Kiemenatmung angewiesen sind, sondern über das Labyrinthorgan atmosphärischen Sauerstoff atmen können.
Das ermöglicht diesen Fischen auch in sauerstoffarmem Wasser zu überleben.
Es bedeutet aber auch, daß die Tiere immer eine frei zugängliche Wasseroberfläche haben müssen.

Das Fluval Edge z.B. ist zur Haltung nicht geeignet, außer der Wasserstand wird gesenkt.
Achte auch darauf, daß das Tier sich nirgends einklemmen kann und ertrinkt!

Ebenso darf die Raumluft nicht zu kühl sein, da der Betta  sich ansonsten „erkälten“ und im schlimmsten Fall versterben können.
Der Betta splendens ist revierbildend, nur laichbereite (!) Weibchen werden für eine kurze Zeit in seinem Revier geduldet, dann verjagt.
Dies kann sogar zum Tode führen, wenn das unterlegene Tier nicht zum atmen nach oben kommen kann.

Daher ist eine dauerhafte Haltung beider Geschlechter in einem Aquarium nicht anzuraten!

Männchen bauen ein Schaumnest in dem sie den Laich und später die Larven pflegen.
Die Jungen schwärmen dann aus und sind geschützt, da ihr Vater ihren Lebensraum von anderen Fischen, die sie fressen würden, frei hält.
Schwimmen nun andere Fische immer wieder in dieses Revier, ist der Betta einem hohen Stress ausgesetzt.
Auch wenn kein Weibchen zur Paarung da ist.

Sie dulden den Beibesatz, allerdings nur, weil sie MÜSSEN.
Dies verkürzt nicht selten rapide ihre Lebenserwartung!

Ich rate nach dem bisherigem Informationsstand eine Einzelhaltung an.

Als Lebensraum reichen  Aquarien ab 30 Liter.
Größere Aquarien als 54 Liter sind bei langflossigen Züchtungen nicht optimal, da die Tiere ihrem Instinkt folgend, ihr Revier abschwimmen und dabei aufgrund der sehr langgezüchteten Flossen einen immensen Kraftaufwand stemmen müssen.
Dies geht auf die Gesundheit des Tieres.
Becken mit einer Grundfläche von z.B. 30×30 cm ist zu empfehlen.
Flache, breite Becken sind hohen, schmalen Becken vorzuziehen.
Sehr schön wäre ein 54 Literbecken mit gesenktem Wasserstand.
Die Strömung sollte kaum merkbar sein, gerade bei Tieren mit extrem vergrößerten Flossen ( daß kommt in der Natur so nicht vor!), sollte da sehr genau drauf geachtet werden.

Schwimmpflanzen und eine dichte, verkrautete Bepflanzung bis an die Wasseroberfläche, welche dem Tier auch Rückzugsmöglichkeiten bietet ist ein absolutes Muss!

Ein dunkler Bodengrund rundet es ab und bringt die Farben des Tieres besser zur Geltung.
Die Körnung ist eigentlich egal.
Bei feinem Boden kann aber das Futter für den Betta besser zu finden sein, es sinkt nicht zwischen die Kiesel und ist somit nicht mehr erreichbar.

Laub gibt positive Stoffe an das Wasser ab und der Betta stöbert gerne dazwischen nach was Leckerem.

Gefüttert werden sollte Lebend/Frostfutter.
Betta splendens ist karnivor, sprich er ist ein Fleischfresser.

Flockenfutter sollte nur in Ausnahmesituationen gegeben werden.
Es reicht, wenn die Tiere alle 2 Tage etwas bekommen, sie neigen dazu sich schnell zu überfressen, was zu Problemen führen kann.
Weiße/ schwarze Mückenlarven,  Artemia, Wasserflöhe wären eine gute Basis.
Mit roten Mückenlarven habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, immer wieder traten Darmprobleme auf.

Folgende Werte habe ich aus vielen Gruppen/ Foren zusammen gesucht und als Anhaltspukt aufgeschrieben.

Temperatur: 24-26 °C
pH-Wert: 5,0-7,5
Gesamthärte: 2-15 °dGH

Dieser Steckbrief dient nur als Erstinformation,
bitte Informiere Dich weiter über diese Fischart.

 

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