Mo. Okt 14th, 2019

Paludarium Anfang

Mit Hilfe einer Freundin baute ich im Mai 2014 das 240 Literbecken ab, sie nahm es dann zu sich, dort durfte es weiter Fische beherbergen.

War natürlich wieder mal viel Action im Wohnzimmer.

Ich hatte es dann mit einer Abdeckung versehen und letztendlich aber nicht mehr so “gepflegt”, weil ich ja wußte, daß es abgebaut werden sollte.

Nun also ging es los und als erstes mußte der Ficus entfernt werden, der unter der Abdeckung wucherte und ins Aquaterrarium übernommen werden sollte.

Ein ganz schönes Teil, gelle?
Natürlich überstand nicht der ganze Ficus diese Aktion, aber er war groß genug, um später gut “in die Puschen” zu kommen.

Ihr kennt das… Pflanzen, Fische raus und vor allem dann Garnelen einfangen…
Letzteres hält am meisten auf, man möchte ja doch selbst die kleinsten retten.
Ich nutze diese Situation immer, um einen Kaffee zu trinken, alles weiter im Kopf zu planen, während sich der Mulm legt und ich die Garnelen wieder erkennen kann.

Der Kies wurde nur soweit rausgenommen, bis wir das Becken runterstellen konnten…er sollte ungewaschen wieder ins neue Becken.

Nun war der Platz leer und mein Mann durfte wieder bauen….

Der bewährte Holzunterbau…

Dank der Sauger konnte das Becken gut auf einen “Hund” gestellt und dann aus dem Schlafzimmer, durchs Wohnzimmer an seinen neuen Platz geschoben werden.

Und endlich…. war es angekommen.

Der Sand kam wieder rein, wurde nur leicht durchgewühlt.
Dann die Pflanzen im Blindflug dazu, noch einmal Wasser ab- und zugelassen und dann durfte es erst mal zur Ruhe kommen…inklusive Fische.
Der Filter war eingelaufen und ich habe so wenig wie möglich geputzt, also Wurzeln etc. wurden ungereinigt wieder reingestellt.

Die schwarze Rückwand habe ich drin belassen, ebenso die Kabelkanäle für den Mattenfilter, den Catwoman in Betrieb hatte.
Falls ich doch mal den Außenfilter abnehmen möchte, habe ich so immer eine Möglichkeit eine Matte unkompliziert einzusetzen.

War natürlich noch alles recht trüb…


Und so langsam wurde die Ecke….

Ich habe das Becken aufgestellt und sicherheitshalber jeden Tag danach 50% Wasser gewechselt, da es leicht eintrübte.
Wenige Tage später war das Wasser glasklar, die Fische putzmunter und schön ausgefärbt.
Ich hatte den Besatz etwas ausgedünnt und gab später noch einige Arten ab

Die Bepflanzung war auch nicht endgültig, erst mal mußte sich alles stabilisieren.
Gestern habe ich dann den Ficus vorsichtig mit reingelegt, damit er nicht vertrocknet.

Ich habe es leider nicht geschafft selber eine Rückwand zu bauen.
Ich hatte es vor, viele Varianten durchdacht und abgewogen, zeitlich einfach keine Luft gehabt und daher letztendlich nicht durchgeführt.

Ursprünglich wollte ich Kork einsetzen, aber ich fand einfach keine schöne Qualität.
Und letztendlich habe ich mich für eine künstliche Rückwand entschieden, welche mit 6 cm Dicke auch erlauben sollte, daß ich dort kleine Töpfe etc. anhängen kann.
An den Seiten sollte noch etwas Xaxim kommen.

 

Der Conexo Kleber ist super…stinkt absolut nicht und hält die Rückwand auch sofort.
Ich habe sie nach oben ausgerichtet, bis auf einen kleinen Spalt für den Bewässerungsschlauch und unten noch etwas Platz gelassen, da ich ja noch eine Pflanzrinne einbringen wollte und somit jeden cm nutze.
Was stört ist, das beide Platten ja ein und dieselbe Prägung haben und man das auch sieht. Schade das Juwel da nicht die Möglichkeit bietet 2 optisch ineinander fließende Platten für größere Flächen zu wählen… bzw. die Übergänge etwas besser anpasst.
Mußte ich schnell begrünen….*ggg*

Gut ist natürlich die Festigkeit des Materials für die Bepflanzung, denn ich habe später mittels kleiner Haken/Schrauben und Kleber Pflanztöpfe und co an die Rückwand angebracht.
Da halten die natürlich klasse und sollten sich auch in ein paar Jahren nicht lösen.

Den Ficus habe ich mal gleich über der Wand verteilt, damit es nicht so kahl aussieht.

In einem Aquariengeschäft hatte ich Vivarium Moos gefunden und legte es (vorher gewässert) auf die Streben und ließ ein paar Triebe ins Wasser hängen.
Es reichte die Kapillarkraft und das Wasser aus der Bewässerungsanlage , daß es nicht austrocknete.

Die Bewässerungsanlage ist eine Monsoon, aber ich bin da doch schon etwas enttäuscht, hatte mir etwas mehr erwartet.
Die Düsen haben wirklich wenig Druck, bzw. muß man die Köpfe noch bearbeiten, damit sie einen breiten, feinen Strahl abgeben, und das Gerät selber ist erschreckend laut.
Da zuckt man jedesmal zusammen!

Zudem sammelte sich kurze Zeit später Wasser im Kopf und wir bauten das Ding um, dämmten es noch und ich lasse sie nun über eine externe Zeitschaltuhr laufen.
Ein Fehlkauf.

Für die Rückwand hatte ich einen Kokosfaserast gekauft, in dem ein biegsamer Draht war.
Hier setzte ich Farne/Moose auf liess ihn etwas in den Freiraum ragen.

Im Juli sah es dann so aus…

Es ist wirklich eine Herausforderung gewesen und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Mehr Bilder findet ihr in den Galerien…

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